Brandschutz - Mischinstallationen sicher abschotten

Mischinstallationen dürfen mit Viega Systemen gemäß der allgemeinen Bauartgenehmigung Nr. Z-19.53-2258 gebaut und abgeschottet werden.

Wo Rauch ist, ist auch Feuer, heißt es. Gemessen daran muss das Feuer wohl sehr groß sein, das auf der anderen Seite der Alpen brennt: Die Rauchsäule über Deutschland stammt von einem Streit, der sich gerade an der Frage nach der sicheren Abschottung von Mischinstallationen entzündet. Viega bietet als Ausweg hierfür eine geprüfte und sichere Lösung an, die auch für österreichische Installateure einige Vereinfachungen bringt.

Mischinstallationen sind heute der Stand der Gebäudetechnik – in der Versorgung ebenso wie in der Entsorgung. Rohrleitungen für Trinkwasser und Heizung werden beispielsweise in der Hauptverteilung und den Steigeschächten typischerweise aus Metall installiert. Die Anschlussleitungen vom Strang bis zur Entnahmestelle sind allerdings in der Regel aus Kunststoffrohr. In dieser Werkstoffkombination spielen die jeweiligen Systeme ihre Vorteile aus: Metallrohre weisen eine geringere Längenausdehnung auf und sind sehr stabil. Die Stärke von Kunststoffrohren ist hingegen gerade ihre Biegsamkeit. So ist die Leitungsverlegung in der Vorwand beispielsweise zu Verbrauchern wie Trinkwasser-Zapfstellen und Heizkörper deutlich einfacher und zeitsparender.

Ein weit verbreitetes Beispiel für Mischinstallationen bei Entsorgungsleitungen ist die Kombination von Abwasserleitungen als Guss im Schacht und angeschlossenen Sammelleitungen aus Kunststoff auf der Etage. Insbesondere nach Badsanierungen ist diese Mischung häufig anzutreffen. Denn wenn irgend möglich werden die Gussleitungen im Schacht belassen und nur die Abwasserleitungen im Stockwerk erneuert – dann aber aus Kunststoff.

Neuerung wird zum Streitpunkt

Aufgrund der vielfältigen technischen und wirtschaftlichen Vorteile sind heute schätzungsweise 95 Prozent aller Rohrleitungen in Gebäuden Mischinstallationen. Die Kehrseite der Medaille ist: Die Verbindung von nicht brennbaren Rohren aus Metall oder Guss mit brennbaren Kunststoffrohren birgt aus Sicht des baulichen Brandschutzes ein Risiko. Bei einem Feuer können Steigleitungen sich soweit erwärmen, dass sie die angeschlossenen Kunststoffleitungen entzünden. Dadurch kann in einem anderen Brandschutzabschnitt ein Sekundärbrand entstehen. Um diese Gefahr auszuschließen, sind Mischinstallationen in Decken- und Wanddurchführungen sicher abzuschotten. Doch was ist sicher?

Die oberste Bauaufsichtsbehörde in Deutschland verfügte unlängst, dass eine Abschottung für Mischinstallationen ihre Wirksamkeit in einer Brandschutzprüfung nachweisen muss. Bei einer solchen Prüfung wird das Brandverhalten einer Bauart, bestehend aus konkreten Fabrikaten, analysiert – und nicht nur eine Werkstoffkombination beliebiger Produkte.

In einem typischen Prüfzeugnis für Versorgungsleitungen bezieht sich die Zulassung daher nicht auf „Kupferrohrleitung mit angeschlossener Aluminium-Verbundleitung, gedämmt mit Mineralwollrohrschale, Rohdichte > 90 kg/m³, Schmelzpunkt > 1000 °C“, sondern dezidiert auf „Kupferrohrleitung Viega Profipress mit angeschlossener Aluminium-Verbundleitung Viega Raxofix über Viega Einsteckstück mit SC-Contur, gedämmt mit Mineralwollrohrschale Rockwool 800“.

Abweichungen von diesen geprüften Bauarten durch die Verwendung anderer Produkte im Bauverlauf sind in Deutschland nun nicht mehr zulässig. Der damit verbundene Umdenkprozess bei Planern und Installateuren aber auch Herstellern von Bauprodukten führt derzeit in unserem Nachbarland bei so manchen Brandschutzabnahmen zum Streit. Doch mit Blick auf die steigenden Brandlasten in modernen Gebäuden und auf die katastrophalen Folgen so mancher Brände in Großobjekten – zum Beispiel des „Grenfell Tower“ in London – machen die deutschen Behörden zu Recht kompromisslos.

Maximal flexibel und sicher

Um Mischinstallationen sicher abzuschotten und gleichzeitig Planern wie Installateuren alle Optionen offen zu halten, hat Viega sämtliche infrage kommenden Kombinationen seiner Rohrleitungssysteme prüfen lassen. Unabhängig von der speziellen Rechtslage in Deutschland bieten diese Prüfungen generell den Nachweis einer sicheren Abschottung. Außerdem ergeben sich durch das Viega Brandschutzsystem viele praktische Vorteile (siehe Kasten).

Auszug aus dem Newsletter des DIBt, Ausgabe 2/2012. Danach entspricht eine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) nach neuem Bauordnungsrecht einer allgemeinen Bauartgenehmigung (aBG).


Für diese vielen Varianten an Mischinstallationen in der Versorgung weist das Prüfzeugnis von Viega die Verwendbarkeit nach (gemäß deutschem Baurecht durch eine allgemeine Bauartgenehmigung, aBG).

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